Denkmalschutz und Denkmalpflege


Ein Baudenkmal ist ein sichtbares, oft auch begehbares, ein unmittelbar erlebbares und im doppelten Sinn des Wortes begreifbares Dokument der Geschichte. Als Denkmalschutz und Denkmalpflege definiert man die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutz dieser Denkmäler vor Zerstörung, Verfall, Verunstaltung und Entfernung aus dem ursprünglichen Zusammenhang.


Dieser Aufgabe fühlen sich derzeit 19 Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz und Denkmalpflege verpflichtet, unabhängig davon, ob das Interesse von baugeschichtlichem, kulturgeschichtlichem oder ästhetischem Anspruch geprägt ist. Den Rahmen des Handelns steckt dabei das Denkmalschutzgesetz (DSchG) des Landes NRW ab, zu dessen Erfüllung die Städte und Gemeinden als „Untere Denkmalbehörde“ sowie die Kreises als „Obere Denkmalbehörde“ verpflichtet sind.

Wo bleibt da noch Raum für den Arbeitskreis des Heimatbundes Märkischer Kreis?

Wir wollen nicht den zuständigen Behörden ins Handwerk pfuschen, sondern wir versuchen in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen bei unseren Aktivitäten zu koordinieren. Unsere Aufgabe sehen wir als eine dienende und unterstützende dort, wo Verwaltungshandeln nicht oder nicht ausreichend möglich ist. Anders als eine Verwaltung können die freiwillig und ehrenamtlich tätigen Heimatfreunde „unkonventionelle“ Wege gehen, zur Erreichung des gemeinsamen beschriebenen Ziels Schutz, Pflege und Erhaltung der für zukünftige Generationen bedeutenden Geschichtsdokumente, unseres kulturellen Erbes. Wir wollen helfen, vermitteln, anregen und dabei auch unseren eigenen Erfahrungshorizont erweitern.

Die Denkmalliste des Märkischen Kreises umfasst rd. 1.100 Baudenkmäler in allen Städten und Gemeinden.

Darin sind sowohl Sakralbauten (Kirchen, Kapellen, Bildstöcke, Grabmale) als auch Profanbauten (Villen, Bürgerhäuser, Bauernhäuser, Fabrikanlagen, Verkehrsbauten, technische Baudenkmäler) enthalten, deren Entstehung vom Mittelalter bis in die Neuzeit reicht. Gerade in einer Zeit, da öffentliche Mittel für „weniger lebenswichtige“ Aufgaben nicht mehr so reichlich verfügbar sind, gewinnt das freiwillige, ehrenamtliche Engagement zunehmend an Bedeutung. Wir wollen zusätzliche Ressourcen erschließen und durch unser Vorbild zu vergleichbarem Handeln animieren. Jede Hilfe und Unterstützung, die wir erfahren, kommt unmittelbar den allgemeinen Zielen des Denkmalschutzes zugute.

Neben einzelnen Arbeitssitzungen bei konkreten Einzelprojekten trifft sich der Arbeitskreis Denkmalschutz und Denkmalpflege regelmäßig mindestens zweimal im Jahr zu Sitzungen zum allgemeinen Erfahrungsaustausch und zur Abstimmung von Maßnahmen. Zusätzlich wird seit einigen Jahren einmal im Jahr eine ganztägige Fachtagung „Denkmalschutz im Märkischen Kreis“ gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bodendenkmalpflege als Informationsforum für einen größeren Teilnehmerkreis unter Beteiligung externer Experten durchgeführt.

 

Vorsitzender

N.N.