Projekte

Schullesebuch in Niederdeutsch für Kinder des 3. und 4. Grundschuljahres (Arbeitskreis Niederdeutsch)

Unter den in Planung bzw. im Stadium der Materialsammlung befindlichen Projekten wie

  1. „Plattdüütsch inne Kiërke“
  2. Flurnamen – use öllstet Platt
  3. „Schlüsselwörter“-Nachtrag seltener Wörter zum „Wörterbuch südwestf. Mundarten“

ist das Vorhaben „Plattdeutsches Schullesebuch für Kinder des 3. und  4. Grundschuljahres“ schon sehr weit gediehen. Die Texte sind ausgewählt, zwei Graphiker-Klassen der Berufsschule des MK in Iserlohn mit ihren Lehrern Holger Albertini und Karl-Heinz Heun werden kindgerechte Illustrationen und Gestaltung des DIN A4-Werkes übernehmen. Der Vorstand des KHB hat für Druck bzw. Finanzierung im Jahre 2012 schon vor Jahren „grünes Licht“ gegeben. Mit diesem wichtigen Baustein des niederdeutschen Medienpaketes soll die jetzige wie spätere Lehrbarkeit an den Schulen wie die Lernmöglichkeit durch Kinder im aufnahmegünstigen frühen Schulalter gewährleistet bleiben. Es ist daran gedacht, auch eine CD mit der Lautung gesprochener Textbeispiele dem Buch anzugliedern.

Ob es in Kooperation mit dem Schulamt des MK nach einem ersten vergeblichen Anlauf in Ermangelung von Lehrkräfte-Meldungen einmal gelingen wird, ein Schulungsseminar unter den Grundschullehrern/Lehrerinnen zum Thema „Lieber Platt sprechen als platt machen“ einzurichten, wird die Zukunft erweisen.

 

Erforschung der „Südwestfälischen Eisenstraße“ (Arbeitskreis Bodendenkmalpflege)

 

Die Südwestfälische Eisenstraße steht in ihrer Position zwischen historischem Handels­weg und moderner Kulturroute als Stellvertreter für Techniktransfer, -entwicklung und -wandel in der Region. Der Wandel der Eisenstraße(n) lässt sich historisch belegen und ist heute noch in Verkehrswegenetzen wie der B 54, der A 45 und der Ruhr-Sieg-Eisen­bahnstrecke lebendig. 

 

Die Geschichte der Eisenstraße(n) in der Region Südwestfalen zeigt, dass die wirtschaft­liche Entwicklung und der Austausch von Rohstoffen, Halbzeugen und Fertigprodukten, der Techniktransfer sowie die arbeitsteilige Entwicklung die Klammer der südwestfäli­schen Region zwischen dem Siegerland, dem Kreis Olpe und der Märkischen Region einschließlich des Raumes Ennepetal gewesen ist. Anhand der Südwestfälischen Eisen­straße kann dieser wirtschaftliche und kulturelle Zusammenhang lebendig und plastisch dargestellt werden.

 

Im Rahmen von Grundlagenforschungen werden die historischen Eisenstraßen Süd­westfalens recherchiert und zusammengetragen. Die Grundlagenforschung leisten histo­risch versierte Historiker und Heimatforscher. Damit dieses Wissen aber auch an die Bevölkerung herangetragen werden kann, bedarf es einer Aufbereitung, welche den wis­senschaftlichen Hintergrund sichtbar macht und über diesen hinausgeht.

 

Dies soll die besucher- und nutzerfreundliche Aufbereitung einer Kulturroute leisten, welche die Menschen abholt, auf den Weg bringt und durch die Region und ihre Geschichte führt. Eine kulturtouristische Vermarktung bietet die Möglichkeit, sich entlang des Weges über die Historie und über besondere (auf das Thema Südwestfälische Eisenstraße ausgerichtete) Kulturangebote und Sehenswürdigkeiten zu informieren. Entlang dieser Südwestfälischen Eisenstraße als Kulturroute können sich die Kommunen mit ihrem eigenen, speziellen Wirtschaftsprofil und ihren technikgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten präsentieren.

 

Durch die Anknüpfung an die Südwestfälische Eisenstraße bietet sich daher für die Kommunen die Chance, in einem überregionalen Netzwerkverbund ihr eigenes Wirt­schaftsprofil und ihre eigenen industriekulturellen Spuren –  auch die, die sonst im Ver­borgenen liegen – zu „transportieren“ und zu präsentieren. Zudem können sich an die Südwestfälische Eisenstraße entsprechende Veranstaltungen und Aktionen, die Ver­marktung regionaler Spezialitäten, die Mitbewerbung gastronomischer Einrichtungen und anderes mehr angliedern.

 

Das Projekt „Südwestfälische Eisenstraßen“ ist ein Partnerschaftsprojekt der Kulturregion Südwestfalen und dem „Förderverein WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen e. V. “ und damit ein Baustein im Rahmen des Regionale-Konzeptes „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“.



Kulturlandschaftsführer (mit Beteiligung der Kreisheimatpflegerin Frau Wittkopp-Beine) 


Die Kulturlandschaft Südwestfalens als Resultat natürlicher Voraussetzungen und menschlicher Einflussnahme vieler Jahrhunderte lesen zu lernen und dieses Wissen weiterzugeben und auf unterhaltsame Weise zu vermitteln, ist die Aufgabe der Kulturlandschaftsführer/innen die als Stadt-, Museums-, Kirchen-, Natur- oder Landschaftsführer/innen in der Region unterwegs sind.

Das Angebot der Kulturlandschaftsführer/innen richtet sich sowohl an die heimische Bevölkerung ebenso auch an Gäste und ist somit Teil des kulturpädagogischen sowie des touristischen Gesamtangebots in Südwestfalen. Die Kulturlandschaftsführer/innen sind der Schlüssel zu Südwestfalen, daher ist es das vorrangige Ziel des Netzwerkes, diesen Schlüssel zu attraktiveren und qualifizieren und dadurch eine bessere Vermarktung der Angebote zu erreichen.

Im Frühling 2011 wurde aus dem seit zwei Jahren bestehenden Netzwerk der Kulturlandschaftsführer/innen, das vom Kreisheimatbund Olpe, dem Heimatbund Märkischer Kreis sowie der Kulturregion Südwestfalen entwickelt und sowohl finanziell als auch personell unterstützt wird, als konsequente Weiterentwicklung ein Verein gegründet. Dieser versteht sich als Interessenvertretung und Berufsverband der selbstständigen Kulturlandschaftsführer/innen in Südwestfalen.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Vernetzung und Kooperation der Kulturlandschaftsführer/innen in Südwestfalen, der fachliche Austausch untereinander, das Angebot von Qualifizierungsseminaren, die Vermarktung der angebotenen Führungen und die Vermittlung der  Kulturlandschaftsführer/innen in der gesamten Region.

Die Netzwerkinitiativen (Qualifizierungsangebote, Interkultureller Stadtführer u.a.) werden zur Zeit vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport über die Regionale Kulturpolitik gefördert.

Weitere Informationen über den Verein „Landschaft lesen lernen in Südwestfalen – Netzwerk Kulturlandschaftsführer/innen“ stehen unter www.kulturlandschaftsfuehrer.kulturserver-nrw.de und der noch im Aufbau befindlichen Homepage www.landschaftlesenlernen.de